Gasbehälter

Die Geschichte des Gasbehälters

Der Kugelgasbehälter an der Tunnelstraße ist seit vielen Jahrzehnten eine gut sichtbare und weithin bekannte Landmarke in Solingen-Ohligs. Der Gasbehälter wurde von der Stadtwerke Solingen GmbH im Jahre 1957 errichtet, seine Geschichte beginnt aber bereits Ende des 19. Jahrhunderts und wird nachfolgend beschrieben.

Als lokaler Energiedienstleister sind die Stadtwerke Solingen ein fester Bestandteil Solingens. Das Unternehmen sieht sich daher in der Verantwortung für die lokale Wirtschaft und Gesellschaft – und nimmt diese gerne an. Ziel ist es, das Leben in Solingen zu bereichern – sei es um soziale, kulturelle oder sportliche Angebote. Das Engagement konzentriert sich dabei auf die Kinder- und Jugendförderung und mehr als 100 Vereine, Projekte und Institutionen profitieren hier jedes Jahr.

Das Galileum Solingen wird nach Fertigstellung als vielfältiger Veranstaltungsort und attraktive Bildungseinrichtung in Solingen leuchten, daher ist es für die Stadtwerke Solingen selbstverständlich das Galileum zu unterstützen. Gleichzeitig haben alle Beteiligten damit eine sinnvolle und nachhaltige Nutzungsmöglichkeit für die „Gaskugel“ gefunden.

Der Himmel ist eine Kugel

Heute

Seit Ende 2014 gehören das Gelände an der Tunnelstraße und der Gasbehälter der Sternwarte Solingen und nur ein benachbartes, kleines Grundstück wird von den Stadtwerken noch als Gasübergabe- und Regler-Station genutzt. In der Gaskugel entsteht derzeit das Galileum Solingen.

Damit gilt nun im wahrsten Sinne des Wortes:

Der Himmel ist eine Kugel.

2009

Der Gasbehälter wurde stillgelegt, denn die Gasbeschaffung erfolgt heute über den Großhandel und eine Zwischenspeicherung ist nicht mehr erforderlich. Damit war eigentlich das Schicksal des Gasbehälters besiegelt, denn er sollte demontiert werden. Genau passend kam aber der Gedanke auf, dass eine Kugel doch ideal für ein Planetarium wäre – denn für das „Galileum Solingen“ war ein erster geplanter Standort gerade unmöglich geworden und neue Ideen waren gefragt!

Frühjahr 1957

Bau der heutigen Gaskugel mit einem Durchmesser von 26 m zur Bevorratung von Gas. Das Fassungsvermögen des Behälters betrug bis zu 64.000 m³ Gas unter einem Druck von bis zu 7 bar. Es bestand eine vertragliche Verpflichtung gegenüber der Ruhrgas AG entsprechende Speichermöglichkeiten zur Verfügung zu stellen.

1930

Die städtische Eigengaserzeugung auf Solinger Gebiet endet und Ohligs wurde an die Ferngasversorgung der Ruhrgas AG angeschlossen. Dazu wurde die Gasanlage stillgelegt und die oberirdischen Anlagenteile des Gaswerks wie Kohle- und Kokslager abgerissen. Die Stadtwerke Solingen verpflichteten sich vertraglich 60% des maximalen Tagesverbrauches zu speichern. Dies geschah zunächst in Gasbehältern an verschiedenen Standorten in Solingen. 1935 gab es daher neun sogenannte Gasometer. Außerdem wurden Reglerstationen im Stadtgebiet aufgebaut, die der Verbesserung des Gasdrucks im Versorgungsgebiet dienten.

In den 1950er-Jahren war Gas die meistgenutzte Energiequelle. Diese Entwicklung machte die Verlegung von Leitungen größerer Dimensionen notwendig.

1925

Der damalige Gasbehälter wurde erstmals mit Ferngas befüllt.

1907

Neubau eines dritten Gasbehälters.

1891/92

Errichtung eines Gaswerkes mit zwei Gasbehältern am heutigen Standort der Gaskugel an der Tunnelstraße. Im Laufe der Jahre wurde dieses Gaswerk aufgrund des steigenden Gasverbrauchs mehrfach vergrößert.

Die Herstellung von Gas im Solinger Gaswerk erfolgte durch Destillation von Kohle in einem Retortenofen. Nebenprodukte wie Teer und Ammoniak wurden dem Gas entzogen und das so gereinigte Gas in einem Behälter gespeichert.